Fachbegriffe leicht erklärt
Hier findest du verständliche Erklärungen rund um die wichtigsten Fachbegriffe der Siebträgerwelt. Von Einkreiser über Zweikreiser bis hin zu Dualboiler- und Thermoblock-Systemen erklären wir dir die Unterschiede, Funktionen und Besonderheiten der einzelnen Bauarten – kompakt, praxisnah und leicht verständlich.
Begriffe bei Siebträgermaschinen
Bauarten
Die verschiedenen Siebträgersysteme – vom Einkreiser über den Zweikreiser bis hin zu Dualboiler- und Thermoblock-Systemen – unterscheiden sich in Aufbau, Funktionsweise und Einsatzbereich. Hier wird erklärt, wie die einzelnen Systeme funktionieren und worin ihre Unterschiede liegen.

Bei einem 1-Kreiser werden Dampf und Brühwasser im Selben Kessel produziert. Da Dampf(110°-130°) und Brühwasser (90°-94°C) unterschiedliche Themparaturen benötigen, wird die Themparatur im Kessel für die Dampfproduktion erhöht bzw.wird kein Dampf benötigt wieder reduziert.
Empfehlung: Für Espresso-Trinker und der Cappuccino(Für den unbeliebeten Gast :) )

Wie der Name schon vermuten lässt werden in zwei getrennten Wasserkreisen gleichzeitig Dampf und Brühwasser zu unterschiedlichen Temperaturen bereit gestellt. Dabei erhitzt der Dampfkessel den innen liegenden Brühkessel.
Empfehlung: Für Espresso-Trinker und der Cappuccino nicht geeignet für Americano

Bei einem Dual-Boiler werden in zwei getrennten Boilern gleichzeitig Dampf und Brühwasser zu unterschiedlichen Temperaturen bereit gestellt. Beide Kessel haben separate Heizungen. Der Service-Dampfkessel kann bei vielen Siebträgern abgeschaltet werden der dadurch Strom spart.
Empfehlung: Das System , dass alles kann.

Das Wasser durchläuft einen elektronisch erhitzten Block. Bei Maschinen mit Dampf und Brühwasser werden meistens 2 Thermoblöcke verbaut.
Empfehlung: Nur schnell, sonst nur Nachteile.
Brühgruppen
Die Brühgruppe ist das Herz jeder Siebträgermaschine. Hier wird das heiße Wasser unter Druck durch das Kaffeepulver im Siebträger geleitet, um den Espresso zu extrahieren. Aufbau, Material und Temperaturstabilität der Brühgruppe haben dabei einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses in der Tasse.

Die ersten Maschinen die einen Espresso mit ca. 9 Bar Druck brühen konnten, waren Handhebelmaschinen. Durch die Bewegung (Ruhestellung in Arbeitsstellung) des Handhebels wird Wasser in die Brühgruppe geleitet. Die Extraktion des Espresso findet dann über den umgekehrten Weg (Arbeitsstellung in Ruhestellung) statt. Dabai wird der Durck von Hand geregelt.

Der Klassiker unter den Brühgruppen mit eigener Fanbase. Sie wurde 1961 von der italienischen Siebträger Schmiede FEMA auf den Markt gebracht. Damals war der Brühkopf am Modell E61 (abgekürzt von 1961 “61” und Eclipse “E” der damaligen Sonnenfinsterniss) verbaut. Der erste Siebträger der durch seine leichtere und schnellere Bedienung den zu dieser Zeit weit verbreitete Handhebel aus den Espressobars verbannte. Als in den 90igern das Patent auslief blieb der Name E61 an der Bauart des Brühkopfes hängen.

Bei einer Ringbrühgruppe sitzt ein kleiner Kessel direkt über dem Brühkopf. Eine elektronische Heizung erhitzt gleichzeitig den Brühkopf sowie das Wasser im Kessel. Das Brühwassaer wird direkt an der Unterseite des Kessel über ein Magnetventil zum Duschensieb geführt. Das Frischwasser wird an der Oberseite des Kessel über dei Pumpe eingespritzt. Der Druck wird über die Pumpe erzeugt. Der große Vorteil ist hier die schnelle Aufheizzeit. Bei vielen Bezügen hintereinander können Themparaturschwankungen auftreten.

Brühkessel und Brühgruppe sind ein Bauteil. Die Brühgruppe ist am höchsten und somit wärmsten Punkt des Kessels. Über eine dünne Leitung wird das Brühwasser aus der Mitte des Kessel entnommen und nach außen, zur Steuerung des Brühvorgangs, durch ein Magnetventil geführt. Danach wird die Leitung wieder in den Brühkessel geführt direkt über das Duschensieb. Der Offset zwischen Brühkopf und Brühwasser ist extrem gering.
Pumpen-Technik
Die Pumpentechnik einer Siebträgermaschine sorgt dafür, dass das Wasser mit dem nötigen Druck durch das Kaffeemehl gepresst wird. Meist kommen Vibrations- oder Rotationspumpen zum Einsatz, die den typischen Brühdruck von etwa 9 bar erzeugen. Die Wahl der Pumpe beeinflusst dabei Lautstärke, Konstanz und Einsatzbereich der Maschine.

Die Vibrationspumpe, erfunden und bekannt unter dem Firmennamen Ulka, ist die preiswerte Variante den erforderlichen Brühdruck zu erzeugen. Vergleichbar mit einer Wechselstrom Klingel fährt ein Anker mit hoher Frequenz durch ein erzeugtes Magnetfeld. Bauform bedingt entsteht durch die hohe Frequenz des Ankers ein lautes Brummen.

Der Klassiker unter den Brühgruppen mit eigener Fanbase. Sie wurde 1961 von der italienischen Siebträger Schmiede FEMA auf den Markt gebracht. Damals war der Brühkopf am Modell E61 (abgekürzt von 1961 “61” und Eclipse “E” der damaligen Sonnenfinsterniss) verbaut. Der erste Siebträger der durch seine leichtere und schnellere Bedienung den zu dieser Zeit weit verbreitete Handhebel aus den Espressobars verbannte. Als in den 90igern das Patent auslief blieb der Name E61 an der Bauart des Brühkopfes hängen.
Eine sehr seltene Art, aber wohl die Komfortabelste. Bei einer Getriebepumpe haben Sie die Möglichkeit über die Umdrehungszahl des Motors den Brühdruck zu steuern. Das ermöglicht eine exakte Brüh/Druckkurve für die Extraktion Ihres perfekten Espressos zu programmieren. Die Profile lassen sich abspeichern und exakt wiedergeben. Diese Art ist bei sehr teuren Siebträgermaschinen verbaut.
Weitere Fachbegriffe aus der Siebträgerwelt
proportional integral und differential kurz PID. Mit einer PID-Steuerung in einem Siebträger kann man die Temperatur des Brühwassers/Dampf genau einstellen. Hier vergleichen Sensoren in den jeweiligen Kesseln den Soll/Ist – Wert der Temperatur und regeln ggf. nach. die Temperatur wird meistens über ein kleines Display angezeigt/eingestellt. Bei Siebträgern im Haushaltsbreich mit vergleichbaren kleinen Kesseln ein eindeutiger Qualitätsindiz.
Es gibt zwei Wege Ihren Siebträger mit Wasser zu versorgen, entweder über einen Wassertank oder Festwasseranschluss. Hier ist ausschlagebend welche Pumpe in Ihrem Siebträger verbaut wurde. Siebträger mit Vibrationspumpen haben ausschließlich einen Wassertank, da diese Pumpenart bauartbedingt nicht für Leitungsdruck ausgelegt sind. Bei Rotation und Getriebepumpen ist hingegen der Leitungsdruck kein Problem. Trotzdem werden hier für Service-Zwecke Wassertank verbaut um ggf. den Kessel zu entkalken. Der Benutzer kann hier zwischen Wassertank und Festwasseranschluss umschalten bzw. entweder seinen Siebträber mit Festwasser oder Wassertank betreiben.
Neben der PID -Steuerung ein weiterer elektronischer Helfer um ein reproduzierbares Ergebnis zu erhalten. Wie der Begriff schon vermuten lässt können hier über Tasten oder Display die Extraktionszeit festgelegt und gespeichert werden.
Auch als Autosteam bekannt. Über eine in der Dampflanze verbauter Temperaturfühler wird permanet die Milchtemperatur überwacht.
Begriffe bei Espressomühlen
Art des Auswurfes
Espressomühlen unterscheiden sich unter anderem in ihrer Auswurftechnik, also der Art, wie das frisch gemahlene Kaffeepulver in den Siebträger gelangt. Je nach Bauart kommen dabei Direktmahler, Dosierkammern oder sogenannte On-Demand-Systeme zum Einsatz, die sich in Komfort, Frische und Handhabung unterscheiden.
Ein Auffangbehälter ist ideal wenn es sich um eine Mühle für Filterkaffeezubereitung handelt. Hierbei wird das Mahlgut in einer im Lieferumfang enthaltenen Auffangschale gemahlen.
Das Mahlgut wird ohne Umwege direkt in den Siebträgerhalter gemahlen. Der Vorteil hier, bei wenigen Bezügen pro Tag werden die Kaffeebohnen immer frisch gemahlen (sehr geringer Aromaverlust).
Grind by Time bezeichnet eine Mahlmethode bei Espressomühlen, bei der die Mühle das Kaffeemehl nicht nach Gewicht, sondern über eine fest eingestellte Zeit dosiert.
Das bedeutet: Die Mühle läuft für eine definierte Anzahl an Sekunden und gibt in dieser Zeit immer ungefähr die gleiche Menge Kaffee aus. Diese Methode ist besonders praktisch im Alltag, da sie schnell und einfach zu bedienen ist. Allerdings kann die tatsächliche Menge leicht variieren, zum Beispiel durch Veränderungen der Bohnen oder der Mahlgradeinstellung.
Grind by Weight bezeichnet eine Mahlmethode bei Espressomühlen, bei der die Menge des Kaffeemehls exakt nach Gewicht dosiert wird.
Das bedeutet: Die Mühle stoppt automatisch, sobald das eingestellte Zielgewicht (z. B. 18 g für einen Espresso) erreicht ist. Eine integrierte Waage misst dabei kontinuierlich die ausgegebene Kaffeemenge. Dadurch ist diese Methode besonders präzise und sorgt für eine sehr konstante Extraktion – unabhängig von Zeit, Bohnen oder Umgebungsfaktoren.
Single Dosing beschreibt eine Zubereitungsmethode bei Espressomühlen, bei der immer nur genau die benötigte Menge Kaffeebohnen für einen einzelnen Bezug in die Mühle gegeben wird.
Statt einen Bohnenbehälter dauerhaft gefüllt zu lassen, wird jede Portion frisch abgewogen und direkt gemahlen. Das reduziert Kaffeereste in der Mühle, sorgt für maximale Frische und ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Bohnen.
Art des Mahlwerks
Das Mahlwerk ist eines der wichtigsten Bauteile einer Kaffeemühle und hat großen Einfluss auf Geschmack, Konsistenz und Extraktion des Espressos. Grundsätzlich wird zwischen Scheibenmahlwerk und Kegelmahlwerk unterschieden – zwei Bauarten, die sich in Aufbau, Mahlverhalten und Charakter des Ergebnisses deutlich unterscheiden.
Bei einen Scheibenmahlwerk liegen zwei Mahlscheiben übereinander. Ein Motor treibt die unten liegende Scheibe an. Der Mahlgrad wird über den Abstand zwischen den Mahlscheiben eingestellt. Umso weiter die Scheiben auseinander liegen desto gröber wird das Mahlgut und umgekehrt.
Je größer die Mahlscheibe desto weniger Wärmeentwicklung entsteht bei mahlen. Dadurch kann länger und schonender gemahlen werden. Somit empfiehlt sich in der Gastronomie einen Scheibendurchmesser von min. 60mm. Im Haushaltsbereich sind Mühlen mit einem Durchmesser von 50mm ausreichend.
Bei einem Kegelmahlwerk gibt es zwei verschiedene Mahleinheiten, hierbei dreht sich der Mahlkegel im Mahlgehäuse. Der Mahlgrad wird wie bei dem Scheibenmahlwerk über den Abstand zwischen Mahlkegel und Gehäuse bestimmt. Das Kegelmahlwerk kann mit einer geringeren Drehzahl betrieben werden das das Mahlgut nicht wie bei einem Scheibenmahlwerk durch die Zentrifugalkraft nach außen getragen wird. Es fällt eher durch das Kegelmahlwerk hindurch.
Weitere Begriffe
Bei der Mahlgradverstellung ist darauf zu achten, dass man eine feine stufenlose Einstellung hat. Da die stufenlose Einstellungen der Mühle oft sehr aufwendig und zeitintensiv ist, um den richtigen Mahlgrad zu erlangen, gehen viele Hersteller den Kompromiss (perfekter Mahlgrad liegt genau zwischen zwei Stufen) der stufen ein..
Eine Kaffeebohne die UV-Licht ausgesetzt ist verliert Aroma. Um so länger um so mehr Aromaverlust. Somit ist die größe des Bohnenbehälters an den Verbrauch anzupassen. Grundsätzlisch sollte man ein Bohnenbehälter nur mit der Menge an Bohnen befüllen wie man in der nächsten Stunde benötigt.
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